Ein Jahrhundertleben
25. Januar 2026
Hessischer Rundfunk - HR2 Kultur - Camino - 11 Uhr 30
Ein Jahrhundertleben
Jüdin, Zeitzeugin und Psychoanalytikerin

Erika flüchtet allein als Kind mit 12 Jahren aus Wien vor den Nationalsozialisten zu Verwandten nach New York. Sie verstehen Erika nicht und bringen sie in ein Waisenhaus. Keiner glaubt ihr, was sie in Wien erlebt hat, auch Psychiater nicht. Wie gelingt es ihr, den Humor und die Lebensfreude zu erhalten? Sie ist fleißig, diszipliniert und schafft es aufs Hunter College in Manhattan. Dafür arbeitet sie tagsüber und studiert abends.

Die Welt besser zu machen, ist eine Pflicht

Als promovierte Psychoanalytikerin berät sie Politiker wie Golda Meir und später berühmte Künstler. Was für ein Mazel - Glück - gehabt. Sie macht Karriere, arbeitet und lebt jahrzehntelang in New York. Ihr Leitfaden im Leben sind die Worte Tikkun Olam, was im Hebräischen wörtlich heißt: die Welt heilen. Erika Freeman arbeitet immer noch mit einigen Klienten. Jungen Menschen gibt sie als Zeitzeugin mit, Mut zu haben und Gutes zu schaffen. Seit ein paar Jahren lebt sie wieder in Wien. Das Hotel „Imperial“, mitten in der Stadt, ist ihr neues Zuhause. Dieses Jahr wird sie im Sommer 99 . Rita Homfeldt hat Erika Freeman in Wien besucht.

Zur Sendung:

Sprecherin: Franziska Ball
Sprecher: Christian Baumann
Autorin und Regie: Rita Homfeldt