Wie wir ster­ben — Fea­ture am 14. Janu­ar 2018 Baye­ri­scher Rund­funk — Bay­ern 2 — Evan­ge­li­sche Per­spek­ti­ven — 8 Uhr 30

Die letz­te Lebens­pha­se — Wie wir ster­ben

Es ist nicht egal! Nicht wie wir leben und nicht wie wir ster­ben. Doch wie ster­ben wir eigent­lich? In unse­rer Gesell­schaft spricht man sehr ungern über die­ses The­ma. Dabei ist das Ster­ben uns allen in die Wie­ge gelegt.

Palliativstation - Kerze für einen Verstorbenen
Pal­lia­tiv­sta­ti­on -
Ker­ze für einen Ver­stor­be­nen

Mensch­li­che Zel­len ster­ben und erneu­ern sich wie­der. Doch es ist kein unend­li­cher Pro­zess, genau­so wie das Leben end­lich ist. Was pas­siert eigent­lich am Ende des Lebens? War­um haben Men­schen zuletzt kaum mehr Hun­ger und Durst? Kann man das zulas­sen? Kein Alten- oder Kran­ken­pfle­ger, kein Arzt möch­te einen Pati­en­ten ver­hun­gern oder ver­durs­ten las­sen. Ver­ständ­lich, dass Ange­hö­ri­ge, Pfle­gen­de und auch Ärz­te es beru­hi­gend fin­den, wenn noch irgend­et­was getan wer­den kann und sei es eine Magen­son­de zur künst­li­chen Ernäh­rung zu legen. Doch manch­mal ist weni­ger mehr, um Pati­en­ten nicht zusätz­lich zu scha­den.

Palliativstation im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder
Pal­lia­tiv­sta­ti­on im Kran­ken­haus der Barm­her­zi­gen Brü­der in Mün­chen

Der Wert des natür­li­chen Todes scheint der tech­ni­sier­ten Medi­zin abhan­den­ge­kom­men zu sein. Rita Hom­feldt spürt die­sem sen­si­blen The­ma nach und fragt: Wel­che Bedürf­nis­se haben Men­schen am Lebens­en­de? Was kann die Medi­zin zulas­sen? Was ist mensch­lich und ethisch ver­tret­bar?

Abschied auf der Palliativstation
Abschied

Sen­dung — BR-Media­thek

Hörer­kom­men­tar:
Lie­be Frau Hom­feldt,
auch ich wün­sche Ihnen einen guten Start in‘s neue Jahr!
Vie­len Dank für den Hin­weis auf Ihr BR-Fea­ture.
Ich habe es ger­ne ange­hört und fin­de es aus­ge­spro­chen aus­ge­wo­gen kom­pe­tent und empa­thisch. Viel von dem Beschrie­be­nen haben mein Mann und ich in 30 Jah­ren haus­ärzt­li­cher Pra­xis erlebt, vie­les habe ich im Rah­men der Beglei­tung mei­ner demenz­kran­ken Mut­ter im Heim erlebt.Ich fin­de es mutig von Ihnen sich dem The­ma Ster­ben und Lebens­en­de zu stel­len.
Bri­git­te Bühr­len, Grün­de­rin und Vor­stands­vor­sit­zen­de WIR! Stif­tung pfle­gen­de Ange­hö­ri­ge

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