Wenn Män­ner Ange­hö­ri­ge pfle­gen — Fea­ture am 18. Febru­ar 2017 SR2 Hör­Stoff

Saar­län­di­scher Rund­funk SR2 — 9:05 — Hör­Stoff Fea­ture

Wer glaubt, dass sich nur Frau­en um die zu Pfle­gen­den küm­mern, weil Pfle­ge tra­di­tio­nell den Frau­en zuge­schrie­ben wird, irrt. Die Stu­die des Sozio­lo­gen Man­fred Lan­ge­hen­nig zeigt, dass auch Män­ner Ange­hö­ri­ge betreu­en und pfle­gen. Die Zahl wird auf 35 Pro­zent geschätzt. Dabei han­delt es sich nicht nur um älte­re Män­ner, die schon in Ren­te sind, son­dern zuneh­mend auch um jün­ge­re, die noch im Berufs­le­ben ste­hen, das zeigt eine Stu­die der Hans-Böck­ler-Stif­tung. Die Pfle­ge von Ange­hö­ri­gen ist somit ein The­ma, das Män­ner eben­so betrifft wie Frau­en, auch wenn das in der Öffent­lich­keit kaum wahr­ge­nom­men wird. Unter­stüt­zen­de Ange­bo­te für pfle­gen­de Män­ner sucht man aller­dings bis­lang deutsch­land­weit wie die Steck­na­del im Heu­hau­fen. Das gilt auch für das kirch­li­che Umfeld. Dabei weiß man heu­te: Män­ner pfle­gen anders als Frau­en. Wie geht es Män­nern, die die Mut­ter oder die Ehe­frau pfle­gen? Kratzt Pfle­ge an ihrer männ­li­chen Iden­ti­tät? Wie orga­ni­sie­ren sie ihren All­tag und zie­hen Gren­zen, damit die Pfle­ge sie nicht see­lisch aus­brennt? Rita Hom­feldt holt das The­ma „pfle­gen­de Män­ner“ aus sei­ner Nische. Denn dort­hin gehört es schon lan­ge nicht mehr.

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