Soci­al Media: Kir­che online Bay­ern 2 — 11.4.2016 21:05 — Theo.Logik

Soci­al Media — Wir müs­sen auch ins Netz! Kir­che und sozia­le Netz­wer­ke.

Die Anfän­ge der sozia­len Netz­wer­ke lie­gen Jah­re zurück. Face­book ist seit 12 Jah­ren online. Es fol­gen You­tube, Twit­ter, Insta­gram, Whats­App und Snap­chat. Die sozia­len Netz­wer­ke sind eine Erfolgs­ge­schich­te — sie durch­drin­gen unser Leben pri­vat wie beruf­lich. Allein Face­book hat welt­weit knapp 1,5 Mil­li­ar­den akti­ve Nut­zer, deutsch­land­weit wer­den sie auf 28 Mil­lio­nen geschätzt. Soci­al Media Kom­pe­tenz ist so gefragt wie noch nie. Dabei hat die katho­li­sche Kir­che lan­ge über­legt, ob sie in die sozia­len Netz­wer­ke geht, erzählt Online-Redak­teur Georg Wal­ser von der Erz­diö­ze­se Mün­chen und Frei­sing.
Heu­te fol­gen meh­re­re Mil­lio­nen Men­schen dem Twit­ter-Account von Papst Fran­zis­kus. Für Georg Wal­ser ist die Bot­schaft klar: Geht in die sozia­len Netz­wer­ke, seid mit dabei.

Face­book und Whats­App sind Platt­for­men, wo man Jugend­li­che trifft, sagt der katho­li­sche Jugend­seel­sor­ger Tobi­as Hart­mann. Da schau­en sie regel­mä­ßig rein, kom­men­tie­ren, tei­len Inhal­te und fin­den Ter­mi­ne, wenn bei­spiels­wei­se die Jugend­kir­che in Mün­chen wie­der ein­mal einen Face­book-Got­tes­dienst anhält. Für so eine Ver­an­stal­tung braucht es vor Ort einen Inter­net­an­schluss, einen Bea­mer und eine gro­ße Lein­wand, auf der die Face­book-Sei­te zu sehen ist. Denn: Jugend­li­che und jun­ge Erwach­se­ne pos­ten dar­auf, was sie über den Got­tes­dienst den­ken, aber auch Für­bit­ten etwa für den Frie­den oder dafür, dass sich die Eltern nicht tren­nen oder dass sie einen Aus­bil­dungs­platz bekom­men. Face­book-Got­tes­diens­te fin­den nicht nur auf der Meta­ebe­ne statt, son­dern sind ganz nah am rea­len Leben der Besu­cher, sagt Jugend­seel­sor­ger Tobi­as Hart­mann.

Twom­plet, das ist Twit­ter und Kom­plet, also ein Stun­den­ge­bet, das auf Twit­ter jeden Tag um 21.00 Uhr statt­fin­det. An gewöhn­li­chen Tagen beten bis zu 200 Men­schen aktiv mit, am Abend des Atten­tats in Paris waren es über 10.000, erzählt Chris­toph Breit, der an die­sem Tag Vor­be­ter war. Soci­al Media bie­tet vie­le Mög­lich­kei­ten sich aktiv zu betei­li­gen. Es gibt bei­spiels­wei­se eine vir­tu­el­le Gebets­wand auf der Home­page der Baye­ri­schen Lan­des­kir­che oder Chat­an­dach­ten am Ewig­keits­sonn­tag, wo Men­schen an Leu­te den­ken, die ver­stor­ben sind.

Doch wo sind die Gren­zen? Wie ist es bei­spiels­wei­se mit der Online-Seel­sor­ge? Sie braucht eine geschütz­te Platt­form, die in den sozia­len Netz­wer­ken nicht gege­ben ist. Die Fra­ge ist auch, ob das Abend­mahl online zele­briert wer­den soll? Theo­lo­gisch ist das umstrit­ten.

Trai­ler

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