Arzt im Netz? — Fea­ture am 8. April 2018 Baye­ri­scher Rund­funk — Bay­ern 2 — Evan­ge­li­sche Per­spek­ti­ven — 8 Uhr 30

Auf der Suche nach dem The­ra­peu­ten der Zukunft

Gesund durch Algo­rith­men? Die Digi­ta­li­sie­rung hat längst auch die Medi­zin erfasst. Schon heu­te ver­än­dert sie die Sys­te­me der Ver­sor­gung und Behand­lung. Ver­net­zung, Big Data und Apps sind heu­te in Arzt­pra­xen und Kli­ni­ken ange­kom­men.

Die digi­ta­li­sier­te Dia­gno­se und der digi­ta­le The­ra­pie­ein­satz sind kei­ne Sci­ence Fic­tion. Tele­me­di­zin ist auf dem Vor­marsch wie ein Pilot­pro­jekt in Baden Würt­tem­berg zeigt. Es soll Fern­dia­gno­sen per Tele­fon oder Video­kon­fe­renz mög­lich machen, ohne dem Pati­en­ten gegen­über­zu­ste­hen. Eigent­lich steht in der Berufs­ver­ord­nung der Ärz­te­kam­mer, dass für eine Fern­be­hand­lung der per­sön­li­che Kon­takt vor­her und nach­her nötig ist. Die­se Rege­lung wur­de von der Lan­des­ärz­te­kam­mer in Baden Würt­tem­berg zunächst für die­ses Pro­jekt auf­ge­ho­ben. Wie steht es um das Ver­trau­ens­ver­hält­nis? Sind Dia­gno­sen ohne per­sön­li­chen Kon­takt die Zukunft? Wie weit wir die­sen Weg gehen wol­len. Neh­men Algo­rith­men Ärz­ten zukünf­tig die Ent­schei­dung ab? Wel­che Rol­le spie­len noch die Din­ge, die einen Arzt aus­ma­chen: der per­sön­li­che Kon­takt, Empa­thie und die Erfah­rung durch Erspü­ren und Ertas­ten? Rita Hom­feldt zeigt auf, wel­che Aus­wir­kun­gen die digi­ta­li­sier­te Medi­zin auf das Arzt-Pati­en­ten­ver­hält­nis hat? Ist der Gang zum Arzt zukünf­tig nur noch eine emo­tio­na­le Kom­po­nen­te für die älte­re Gene­ra­ti­on, wie es der Vor­stand Franz Joseph Bart­mann der Bun­des­ärz­te­kam­mer for­mu­lier­te?

Zur Sen­dung

Auto­rin und Regie: Rita Hom­feldt

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