Aus Treue, Lie­be und Dank­bar­keit Wenn Män­ner Ange­hö­ri­ge pfle­gen

Baye­ri­scher Rund­funk BR2 — 6.11.2016 8:30 — Evan­ge­li­sche Per­spek­ti­ven — pfle­gen­de Män­ner

Pfle­ge ist eine der gro­ßen Her­aus­for­de­run­gen des 21. Jahr­hun­derts. Laut Sta­tis­ti­schem Bun­des­amt gibt es heu­te bereits über 2,6 Mil­lio­nen Pfle­ge­be­dürf­ti­ge in Deutsch­land. Bis 2030 soll die Zahl auf 3,4 Mil­lio­nen anwach­sen. 70 Pro­zent aller Pfle­ge­fäl­le wer­den heu­te Zuhau­se ver­sorgt. Wer glaubt, dass sich nur Frau­en um die zu Pfle­gen­den küm­mern, weil Pfle­ge tra­di­tio­nell den Frau­en zuge­schrie­ben wird, irrt. Die Stu­die des Sozio­lo­gen Man­fred Lan­ge­hen­nig zeigt, dass auch Män­ner Ange­hö­ri­ge betreu­en und pfle­gen. Die Zahl wird auf 35 Pro­zent geschätzt. Dabei han­delt es sich nicht nur um älte­re Män­ner, die schon in Ren­te sind, son­dern zuneh­mend auch um jün­ge­re, die noch im Berufs­le­ben ste­hen, das zeigt eine Stu­die der Hans-Böck­ler-Stif­tung. Die Pfle­ge von Ange­hö­ri­gen ist somit ein The­ma, das Män­ner eben­so betrifft wie Frau­en, auch wenn das in der Öffent­lich­keit kaum wahr­ge­nom­men wird. Unter­stüt­zen­de Ange­bo­te für pfle­gen­de Män­ner sucht man aller­dings bis­lang deutsch­land­weit wie die Steck­na­del im Heu­hau­fen. Das gilt auch für das kirch­li­che Umfeld. Dabei weiß man heu­te: Män­ner pfle­gen anders als Frau­en. Wie geht es Män­nern, die die Mut­ter oder die Ehe­frau pfle­gen? Kratzt Pfle­ge an ihrer männ­li­chen Iden­ti­tät? Wie orga­ni­sie­ren sie ihren All­tag und zie­hen Gren­zen, damit die Pfle­ge sie nicht see­lisch aus­brennt? Rita Hom­feldt holt das The­ma „pfle­gen­de Män­ner“ aus sei­ner Nische. Denn dort­hin gehört es schon lan­ge nicht mehr.

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2 Antworten zu Aus Treue, Lie­be und Dank­bar­keit Wenn Män­ner Ange­hö­ri­ge pfle­gen

  1. Kom­men­tar von Herrn Pro­fes­sor Eck­art Ham­mer:

    Herz­li­chen Glück­wunsch, lie­be Frau Hom­feldt, zu einer wirk­lich gelun­ge­nen Sen­dung! Sie haben das The­ma mit sei­nen vie­len Facet­ten sehr gut ein­ge­fan­gen und foku­siert und inter­es­san­te Män­ner inter­viewt. Man spürt, wie inten­siv Sie sich mit dem The­ma beschäf­tigt haben. Wenn doch alle Jour­na­lis­ten so fach­kun­dig wären (bzw. sein dürf­ten).

    Ich wün­sche Ihnen für Ihr wei­te­res Schaf­fen alles Gute!

    Prof. Dr. Eck­art Ham­mer
    Vor­sit­zen­der
    Evan­ge­li­sches Män­ner-Netz­werk Würt­tem­berg
    http://www.emnw-maenner.de

  2. Kom­men­tar auf der Sei­te vom EV. PFLEGEDIENST Mün­chen, Leo­pold­stra­ße 115,80804 Mün­chen

    Hörens­wer­ter Radio­bei­trag auf Bay­ern 2

    Aus Treue, Lie­be und Dank­bar­keit“ war der Unter­ti­tel des Radio­bei­tra­ges auf Bay­ern 2 am 6. Novem­ber „Wenn Män­ner pfle­gen”. Hier kom­men Betrof­fe­ne aus­führ­lich zu Wort und schil­dern offen und ehr­lich ihre per­sön­li­chen Schick­sa­le. Auch ein Ange­hö­ri­ger einer Kli­en­tin des Ev. Pfle­ge­diens­tes kommt zu Wort, er hat­te sich hil­fe­su­chend an uns gewandt. Der Bei­trag (26 Minu­ten) von Rita Hom­feldt in der Sen­de­rei­he „Evan­ge­li­sche Per­spek­ti­ven” ist sehr bewe­gend und berüh­rend.

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