Ambu­lan­tes Kin­der­hos­piz — Hil­fe im All­tag Bay­ern 2 — 26.7.2015 08:05 — Katho­li­sche Welt

Mut, Aus­dau­er und Hoff­nung — Tag für Tag
Das Ambu­lan­te Kin­der­hos­piz hilft
Von Rita Hom­feldt

Eigent­lich woll­te Yan­nik zum Ska­ten. Doch es kommt anders. Leuk­ämie bedroht plötz­lich sein Leben. Die gan­ze Fami­lie bangt um ihn. Der Krank­heits­ver­lauf des 12-Jäh­ri­gen ist dra­ma­tisch und unge­wiss. Ein ande­rer Fall: Anna. Sie erkrankt mit drei Jah­ren an einer unheil­ba­ren Stoff­wech­sel­er­kran­kung und ver­lernt nach und nach alle Fähig­kei­ten, die sie sich ange­eig­net hat. Eines Tages wird die Krank­heit auch ihre Atmung läh­men. Es ist ein schlei­chen­der Pro­zess. Mit 10 kann sie nicht mehr sehen und spre­chen. Sie ist mehr­fach­be­hin­dert und muss rund um die Uhr ver­sorgt wer­den. Fami­li­en mit einem schwerst­kran­ken Kind gera­ten in eine kri­sen­haf­te und trau­ma­ti­sche Situa­ti­on. Sie brau­chen medi­zi­ni­sche, pfle­ge­ri­sche und psy­cho-sozia­le Unter­stüt­zung, um die­se extre­me Belas­tung zu bewäl­ti­gen. Die Stif­tung Ambu­lan­tes Kin­der­hos­piz in Mün­chen küm­mert sich um sol­che Fami­li­en, berät und betreut sie. Inzwi­schen besteht die Ein­rich­tung seit 10 Jah­ren. Sie hat sich ver­grö­ßert und ver­fügt über ein Kri­sen­team. Heu­te unter­stützt die Stif­tung über 100 Fami­li­en in Bay­ern. Rita Hom­feldt hat vor sie­ben Jah­ren die 10-Jäh­ri­ge Anna und ihre Eltern ken­nen­ge­lernt. Damals bestimm­te nur Annas Krank­heit das Leben der Fami­lie. Das hat sich geän­dert. Heu­te leben alle mit der Erkran­kung und haben Plä­ne, nicht nur die Eltern, son­dern auch Anna. Sie ist heu­te schon erwach­sen. Yan­nik lebt den Moment. Nach drei Jah­ren Krank­heit und Iso­la­ti­on genießt er jeden Tag. “Mut, Aus­dau­er und Hoff­nung, Tag für Tag”, nennt Rita Hom­feldt ihr Fea­ture, da sie Men­schen erlebt, die jeden Tag ihr Leben neu begin­nen.

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